„KI muss entwaffnet werden“
Die Veranstaltung ‚Der Papst, das Rechenzentrum und der ganze Rest‘ lädt ein zur Debatte über künstliche Intelligenz
Aktuell vergeht kein Tag, an dem nicht eine Schreckensmeldung über künstliche Intelligenz verbreitet wird. Von Einbrüchen in gesicherte Firmenrechner bis hin zur Auslöschung der Menschheit – alles vorstellbare wird durch die Medien gespült.
Angesichts dieser hysterischen Debatte mutet es wie ein Treppenwitz der Geschichte an, dass bereits im Frühjahr 2026 Papst Leo XIV. eine Enzyklika zu den Chancen und Gefahren künstlicher Intelligenz veröffentlicht hat. „Magnifica humanitas“ – so der Titel der Denkschrift – hat es tatsächlich geschafft, bis hinein in die seltsame Welt der Nerds und Software-Coder Aufmerksamkeit zu erregen.
Denn dem Papst ist gelungen, was man kirchlichen Lehrschreiben selten zugesteht: Die Gedanken, Argumente und Schlussfolgerungen waren nicht nur auf der Höhe des Diskurses – sie waren ihrer Zeit voraus! Wohl selten ist es dem Vatikan gelungen, eine Herausforderung für die Menschheit zum richtigen Zeitpunkt mit derart wegweisenden Ansichten einzuordnen.
Papst Leo XIV. stellt unmissverständlich klar: „Künstliche Intelligenz muss entwaffnet werden.“ Er fordert die Menschen auf, sich in die Debatte um die Nutzung der neuen Technologie einzubringen, um die Würde der Menschen zu bewahren. Der Papst stellt klar, dass bereits jetzt Zerstörungen der Gesellschaft stattgefunden haben und fordert einen gemeinsamen Wiederaufbau.
Die Veranstaltung „Der Papst, das Rechenzentrum und der ganze Rest“ will genau die Debatte anregen, die der Papst in seiner Enzyklika anmahnt. Software-Entwickler und Klimaaktivist Jürgen Blümer wird die Gäste im ersten Teil der Veranstaltung auf eine Reise mitnehmen, in die ferne Vergangenheit und in die nahe Zukunft. Dazu wird Blümer neben den Kernaussage der Enzyklika auch auch Auszüge seines Buches „KI – kontrollierter Input“ vorstellen. Blümers Roman spielt in einer nahen Zukunft, in der die Folgen des menschlichen Verantwortungsversagens sichtbar werden, in der eine übermächtige KI, Ressourcen verschlingende Rechenzentren und die ungebremste Klimakatastrophe die Zivilisation an den Abgrund gebracht haben.
Im zweiten Teil sind die Teilnehmenden eingeladen, gemeinsam zu diskutiert, welche konkreten gesellschaftlichen Veränderungen notwendig sind, um die Dystopie einer unmenschlichen Zukunft abzuwenden. Damit jede Person an dem Austausch teilnehmen kann, werden an alle Gäste kostenfreie Exemplare der Enzyklika „Magnifica humanitas“ verteilt, die auch gerne mit nach Hause genommen werden können.
Aktuelle Veranstaltungstermine – die Teilnahme ist kostenlos:
- 13.10.2026, 19:00 Uhr: Hamm, FUgE, Oststraße 12
- 25.10.2026, 16:30 Uhr: Albersloh, SozialZentrum
Hier geht es zur Veranstaltungsseite:
Veröffentlichung der Deutschen Bischofskonferenz:
Jürgen Blümer ist Diplom-Physiker, Softwareentwickler und System-Architekt für die digitale Infrastruktur in der Energiewende, Fachexperte für nationale und internationale Normung und arbeitet aktuell für die Europäische Union u.a. an dem Cyber Resilience Act für intelligente Messsysteme.
Blümer ist seit 40 Jahren Klimaaktivist, hat Scientists for Future in Münster ins Leben gerufen und sich an Aktionen zivilen Ungehorsams von Greenpeace, Extinction Rebellion und Letzte Generation beteiligt.